HANDICAP ANPASSUNG BEI TURNIEREN
Playing Conditions Calculation (PCC)
Warum sich das Handicap manchmal „anpasst“…
Die Grundlage für das Course-Handicap, früher “Spielvorgabe”, ist der sogenannte Handicap-Index und die Course-Rating-Werte (CR-Wert). Daraus ergibt sich, wie schwierig ein Golfplatz unter normalen Bedingungen ist.
Aber: In der Praxis sind die Bedingungen nicht immer „normal“. Ein Platz kann länger oder kürzer gesteckt sein, sehr trocken oder besonders nass. Das beeinflusst, wie schwer er tatsächlich zu spielen ist.
Damit es trotzdem fair bleibt, gibt es eine automatische Anpassung der Platzbewertung – die sogenannte Playing Conditions Calculation (PCC). Dafür werden am Ende des Tages alle gespielten, handicap-relevanten Runden des Platzes ausgewertet.
So erkennt das System, ob der Platz an diesem Tag schwerer oder leichter war als üblich. Wenn nötig, wird der Schwierigkeitswert angepasst – für alle Spieler gleichermaßen.
Beispiel:
Unser Platz hat ein Course Rating (CR-Wert) von 71,1 (Herren). Durch sehr nasse Bedingungen spielt er sich aber deutlich länger und schwieriger. Die PCC ergibt +2. Das bedeutet: Eigentlich hätte der Platz an diesem Tag eher ein Rating von 73,1 verdient – und man erhält entsprechend die fehlenden Schläge „zurück“.
Gut zu wissen:
- Es gibt eine Anpassung von -1 bis +3
(+3 = sehr schwere Tagesbedingungen) - Die Anpassung geschieht meist nur bei besonders schwierigen Bedingungen
- Sie wirkt sich nur auf das Handicap aus, wenn die Runde zu de besten Ergebnissen zählt.
So sorgt das System dafür, dass das Handicap auch bei wechselnden Bedingungen fair und vergleichbar bleibt.
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